Das Innere Kind


Das innere Kind ist ein psychologisches Konzept, das die in uns lebenden Gefühle, Erfahrungen, Erinnerungen und Verhaltensmuster aus unserer Kindheit repräsentiert – sowohl die schönen (Freude, Neugier) als auch die schmerzhaften (Ängste, Verletzungen), die uns bis ins Erwachsenenalter prägen und unser heutiges Erleben beeinflussen können.

Es ist ein Teil unseres Unterbewusstseins, der unsere Bedürfnisse nach Liebe, Sicherheit und Anerkennung symbolisiert. Heilung und Gesundheit bedeutet auch, sich den Identifikationen und Verletzungen unserer Kindheit zu stellen.

 

Das innere Kind verhält sich zum Erwachsenen, wie der Samen zum Baum. Es ist das Symbol des ursprünglichen Lebens in uns, das Füllhorn des gesamten Seins. Durch Erziehung und Prägung geht diese Symmetrie verloren. Das innere Kind ist unsere Quelle, aus welcher der gesamte Fluss entspringt. Wer die Quelle nicht findet, der hat verloren. Das Kind verbindet uns mit unserer Ursprungsweisheit und Ganzheit. Deshalb muss uns die Quelle immer zugänglich sein. „Gegründet im Sein handle“. Verloren gegangene innere Kinder lähmen uns in unserer Entwicklung. Das Schwierige am Innere Kind ist oft ein Hinweis auf eine verbesserungswürdige Haltung im Hinblick auf uns selbst. Seit der Kindheit zurückgehaltene Gefühle binden an die Zeit, aus der sie stammen. Zurückhaltung von Gefühlen wirkt durch dämpfend auf unser Bewusstsein. Die wichtigsten Auswirkungen der Gefühlsunterdrückung sind:

 

  • Emotionale Taubheit (Numbing): Wenn wir Gefühle wie Trauer oder Wut dauerhaft unterdrücken, stumpfen wir oft insgesamt ab. Dies kann zu einem Verlust des Interesses an Aktivitäten führen und zu einem Gefühl der inneren Teilnahmslosigkeit.
  • Dämpfung positiver Emotionen: Gefühle können wir nicht selektiv betäuben. Wenn Wut oder Trauer weggedrückt werden, werden oft auch Freude, Neugier und Leidenschaft gedämpft.
  • Verengung des Bewusstseins: Das bewusste Erleben wird eingeengt, da die mentale Energie unaufhörlich bewusst oder unbewusst darauf verwendet wird, die Gefühle zu kontrollieren. Dies kann die Konzentrationsfähigkeit einschränken und zu mentaler Erschöpfung (Burnout) führen.
  • Paradoxe Verstärkung: Die Unterdrückung führt oft dazu, dass Emotionen im Unterbewusstsein stärker werden und später umso heftiger ausbrechen, etwa in Form von plötzlichen Wutausbrüchen oder Angstzuständen.
  • Körperliche Folgen (Psychosomatik): Nicht gefühlte Emotionen setzen sich häufig im Körper fest und können zu Stressreaktionen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen führen.
  • Kognitive Blockaden: Die ständige emotionale Regulation verbraucht kognitive Ressourcen, was Denken und Konzentration beeinträchtigen kann. 

Tiefe Liebe erfahren, tiefe Liebe zu spüren, in Liebe verbunden sein, dass alles sind ganz elementare Bestandteile des inneren Kindes.

Es ist auch ein Symbol für die Liebe. Die Liebe zu uns selbst und auch gegenüber anderen. Das Kindsymbol bringt uns in Kontakt mit einem Stück verlorenen Lebens.

 

Unser Selbstwertgefühl hängt sehr damit zusammen wie wir mit uns selbst umgehen, wie wir mit uns selbst in Kontakt stehen. Haben Sie Mut! Trauen sie sich, ihrem Inneren Kind zu begegnen. Es beinhaltet immer auch eine Lösungsdynamik.

 

Kleine Kinder sind unschuldiges Leben, nicht reflektiert, reine Körperseelen, Bewußtsein kennen sie noch nicht. Das Bewußtsein liegt bei noch bei den Bezugspersonen. Das Kind ist noch ohne eigenes Selbstbild. Das Entstehen eines Selbstbildes geschieht durch die „Spiegelung“ der Bezugspersonen. Das Kind schaut in den Spiegel der Mutter, des Vaters, seiner Lehrer und Bekannten. Wie schauen diese engsten Bezugspersonen auf das Kind? Manchmal setzen die Bezugspersonen dem Kind harte Grenzen: da wollten z.B. die Eltern etwas nicht, was das Kind ihnen bot.

Im Kind wird ein Bereich abgesperrt, der nicht vom Spiegel der Eltern bestrahlt wurde, der nicht im Außen gewollt war. Dieses Muster, wo wir auf Liebe oder Nicht-Liebe im Außen gestoßen sind, übt eine heimlich strukturierende Kraft in uns aus: Auf unsere Selbstliebe, auf unsere Liebesbeziehungen und weitere Beziehungen.


Das zentrale Ziel der inneren Kind-Arbeit ist es, Zugang zu den Emotionen und Erinnerungen aus der Kindheit zu finden, um diese zu verstehen und zu heilen. Oft manifestieren sich ungelöste Gefühle als Verhaltensmuster, Ängste oder Beziehungsprobleme im Erwachsenenalter. Die Arbeit mit dem inneren Kind kann helfen, alte Verletzungen zu bearbeiten und gesündere Beziehungen zu sich selbst und anderen aufzubauen.

 

Wo unsere engsten Bezugspersonen uns früher nicht gesehen haben, fällt es uns schwer, uns selbst zu sehen. Wir greifen auf spielerische Weise diese nicht gesehenen Anteile von Ihnen in der Therapie auf.

Dort, wo Sie in Ihrem Leben nicht gesehen wurden, vielleicht auch entwertet wurden. Und daraus entwickeln wir schrittweise neue Ressourcen und Kompetenzen.

 

Das innere Kind ist identitätsstärkend und manifestierend, wir brauchen unsere Identität, das Wissen um uns selbst und um unseren inneren Wert, um uns in der Welt auch zu zeigen, um fruchtbar in einer Beziehung zu leben, um erfolgreich und zufrieden zu sein, um glücklich zu leben.

 

Das innere Kind heilt durch unsere eigene Liebe. Eine innere, tiefe Liebe, die Sie in sich finden und die Sie sich selbst geben. Diese eine Liebe ist ganz zentral und wesentlich. Diese Liebe verbindet, sie lässt uns wachsen und nährt uns.

 

Das Innere Kind und seine Lösungsdynamik zu erfahren, dazu möchte ich Sie einladen!

Wir lernen mit dem Inneren Kind wieder liebevoll auf uns selbst zu schauen, auf unser Wesen, unser Sein.

 

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte gerne telefonisch oder per email Kontakt mit mir auf.

Das innere Kind ist eine der größten Ressourcen, die es in unserer Psyche gibt.